Erfolgreiche Inklusionsarbeit in St. Josef

Chef der Agentur für Arbeit Trier, Heribert Wilhelmi, überreicht Inklusionszertifikat

29.11.2021  

Für die Franziskanerinnen vom hl. Josef gehört Geschwisterlichkeit, Gleichheit bzw. Gleichwertigkeit der Menschen zum Selbstverständnis. Von daher ist das Fundament für eine gewollte Inklusion schon seit Gründung der Gemeinschaft im Jahre 1867 gegeben. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch dazu gehört und es keine Ausgrenzung wegen Aussehens, Sprache oder Behinderung geben darf. Für den Arbeitsalltag unserer Einrichtungen bedeutet Inklusion, dass Menschen mit Behinderungen gefördert und nicht etwa ausgeschlossen werden.

Es gibt Menschen, die fallen in unserer vom Leistungsdruck geprägten Welt durchs Raster. Sie kommen nicht so schnell mit, benötigen mehr Zeit als andere, um sich Sachverhalte zu merken oder Abläufe von Tätigkeiten einzuprägen“, äußerte Einrichtungsleiterin Uta Kirsten.

Deshalb bietet St. Josef lernbehinderten jungen Menschen Betriebspraktika an, die im Berufsbildungszentrum Haus Elisabeth vom Caritasverband Trier e.V. in Mehring eine hauswirtschaftliche Ausbildung absolvieren. Allein in den vergangenen 5 Jahren hat das Altenheim St. Josef 20 Auszubildenden Praktika in den Bereichen Küche, Reinigung und Wäscherei ermöglicht. Davon wurden 8 Praktikanten nach erfolgreichem Abschluss in eine Festanstellung übernommen. „Für uns sind der Charakter und das Tun entscheidend“, sagte Uta Kirsten.

Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Engagement nun in den öffentlichen Fokus gerückt ist, denn am 29. November überreichte der Chef der Agentur für Arbeit Trier, Heribert Wilhelmi, in Anwesenheit von Presse und geladenen Gästen ein sogenanntes Inklusionszertifikat. „Durch das vorbildliche Engagement zeigt St. Josef beispielhaft, wie Inklusion gelingt. So erhalten junge Menschen, die es schwerer haben als andere, die Chance auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben und Perspektiven für ihre Zukunft“, lobte Heribert Wilhelmi. Mit dem Zertifikat will die Agentur für Arbeit Zeichen setzen und für die Beschäftigung von Menschen werben, die trotz guter Arbeitsmarktlage nicht zum Zuge kommen, weil sie über ihre Handicaps statt über ihre Stärken definiert werden.

(v.l.) Heribert Wilhelmi, Uta Kirsten, Annika Kramkowski und Annika Lehnertz (Reha-Beraterin bei der Agentur für Arbeit).

An der Zertifikatsübergabe nahm exemplarisch unsere Mitarbeiterin Annika Kramkowski teil, die nach der Ausbildung im Haus Elisabeth als hauswirtschaftliche Mitarbeiterin in St. Josef eingestellt worden war und zwischenzeitlich nach erfolgreicher Weiterbildung als Pflegehelferin beschäftigt ist. Sie äußerte bei der Übergabe des Inklusionszertifikats, dass sie glücklich darüber sei, dass ihr Einrichtungsleiterin Uta Kirsten, Konventoberin Sr. Ana und Mitarbeiter von St. Josef mehr zugetraut und sie zur Weiterbildung motiviert haben und sie heute im Rahmen einer unbefristeten Tätigkeit in der Pflege arbeiten darf.

 

 

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