Aschermittwoch mit Spende des Aschenkreuzes

Einführung in das Dekanatsprojekt "Mit Franz und Clara unterwegs"

26.2.2020  
Als spürbaren Kontrast zum turbulenten Karneval, wurde am Aschermittwoch der Beginn der 40-tägigen Fastenzeit gefeiert. Die Fastenzeit ist eine Vorbereitungszeit auf das Hochfest Ostern.

Um den Eintritt in diese besondere Phase des Kirchenjahres eindrucksvoll zu veranschaulichen, wird den Gläubigen am Aschermittwoch nach römisch-katholischem Ritus von Seelsorgern ein Aschenkreuz mit den Worten auf die Stirn gezeichnet: „Kehr um und glaube an das Evangelium“. Die Asche stammt aus den verbrannten Palmzweigen vom Palmsonntag des vergangenen Jahres. Sie soll an die Vergänglichkeit des Menschen erinnern und sie symbolisiert eine Bereitschaft zu Umkehr und Buße. Zugleich steht sie für die Hoffnung auf die Auferstehung, die die Christen an Ostern feiern.

Im Rahmen der von Pfarrer Herman-Josef Reckenthäler und Diakon Wilhelm Kunzen festlich zelebrierten hl. Messe stellte Dekanatsreferentin Susanne Münch-Kutscheid das Dekanatsprojekt „Mit Franz und Clara unterwegs“ vor. In dessen Mittelpunkt steht das Franziskus-Kreuz, das als Symbol des Friedens durch alle Kirchen, Schulen und sozialen Einrichtungen des Dekanats gereicht wird, die ein Ort von Kirche in der geplanten Pfarrei der Zukunft Schweich sein möchten. Begleitet wird das Friedenskreuz mit Begleitmaterialien für jung und alt, um die Themen "Frieden, Klimawandel, Armut und christliche Gemeinschaft" zu fördern. Während der diesjährigen Fastenzeit übernimmt das Altenheim St. Josef die Patenschaft für das Franziskus-Kreuz. Bis Ostern wird es in der Hauskapelle verweilen und zu Gebet und Meditation einladen.

In seiner Predigt nahm Diakon Kunzen Bezug auf das Dekanatsprojekt, sprach eindrucksvoll über das Leben und Wirken des Hl. Franziskus und resümierte: „So können wir heute die Fastenzeit 2020 beginnen, in dem wir uns mit den Fragen unseres Lebens auf den Weg machen und bereit sind, uns nicht selbst die Antwort zu geben, sondern aus ehrlichem Herzen die entscheidende Frage zu stellen: Herr, was willst Du, dass ich tun soll?“

Im Begleitwort zum Dekanatsprojekt steht: Clara und Franz von Assisi wagten vor über 800 Jahren ihren ganz persönlichen Weg. Es war ein gewagtes Leben! In Einfachheit, mit großem Aufbruchsgeist und einem langem Atem der Liebe. Ihre gelebte Geschwisterlichkeit und ihre Art in Kirche und Gesellschaft hineinzuwirken fasziniert und inspiriert auch heute. Papst Franziskus hat besonders in seiner Enzyklika Laudato Si auf die Notwendigkeit der Bewahrung der Schöpfung hingewiesen. In diesem Projekt wollen wir wie Franz und Clara unseren Glauben teilen und uns beflügeln lassen vom Leben dieser beiden faszinierenden Menschen. Papst Franziskus bringt es in seiner Predigt bei seiner Amtseinführung auf den Punkt, als er sagte: „dass die Bewahrung der Schöpfung darin bestehe, Achtung zu haben vor jedem Geschöpf Gottes und vor der Umwelt, in der wir leben. Die Menschen hüten, sich um alle zu kümmern, um jeden Einzelnen, mit Liebe, besonders um die Kinder, die alten Menschen, um die, welche schwächer sind und oft in unserem Herzen an den Rand gedrängt werden.“

Während der Fastenzeit finden in der Hauskapelle vom Altenheim St. Josef Meditationen, Vorträge und Andachten statt. Am Donnerstag, 5.3.2020 beteten Gläubige der Pfarrei zum Franziskanischen Impuls "Liebe muss man tun".

Unter anderem wird Sr. Ana jeden Donnerstagabend und jeden Freitagvormittag franziskanische Impulse zur Thematik vortragen.


Angebote im Altenheim St Josef zur Thematik "Mit Franz und Clara unterwegs":


  • Donnerstag 5. März 2020
    18.30 Uhr: Franziskanischer Impuls - Thema Liebe muss man tun

  • Donnerstag 12. März 2020
    18.30 Uhr: Franziskanischer Impuls Thema - Erleuchte die Finsternis meines Herzens

  • Donnerstag 19. März 2020
    18.30 Uhr: Franziskanischer Impuls - Kirche aufbauen

  • Donnerstag 26. März 2020
    10.00 Uhr Wortgottesdienst (Diakon Wilhelm Kunzen)
    18.30 Uhr: Franziskanischer Impuls - Verschwenderisch geben

  • Donnerstag 2. April 2020
    18.30 Uhr: Franziskanischer Impuls - MIT-Leiden: Aus dem Damals wird ein Heute

  • Jeden Freitagmorgen um 10.00 Uhr (28.2./6.3./13.3./20.3./27.3./3.4.) lädt Sr. Ana zu einer franziskanischen Andacht ein, mit Texten, Liedern und Gebeten, inspiriert von Franz und Clara von Assisi.

  • Freitag, 18. September 2020
    Ein Abend über die Hl. Klara von Assisi – besonders für alle Klaras in unserem Dekanat, Beginn 18.00 mit kleinem Imbiss, durch den Abend führt Pater Christoph Mingers OFM. Der Vorname Klara ist wieder im Kommen – ob nun mit C oder mit K, es ist ein zeitloser Name, der Neugeborenen wie Hochbetagten gut zu Gesicht steht und so treffen sich heute manchmal unerwartet Urgroßmütter und Kleinkinder, die den gleichen wohlklingenden Namen tragen. Aber wer war eigentlich Clara von Assisi? Oft ist das Wissen über sie eher bescheiden. Man weiß, dass sie ein reiches Mädchen war, eine Freundin vom Hl. Franz, dass sie Gott radikal nachfolgen wollte und vielleicht auch, dass sie die Gemeinschaft der Klarissen begründet hat, ein Orden, der auch auf dem Petrisberg in Trier ein Kloster hatte. Darüber hinaus gibt es zahllose Schätze in ihrer Biographie zu heben. Diesen wollen wir, die Projektgruppe „Mit Franz und Clara unterwegs“ des Dekanats Schweich-Welschbillig auf die Spur kommen.
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