Abordnungen des Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz spielen im Marienhof

20.10.2020  
Seit mehreren Monaten schon, hat sich der Begriff „systemrelevante Berufe“ in unserem Wortschatz etabliert. Dass hierzu Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen gehören, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Auch auf Sicherheitskräfte, wie die Polizei, kamen nicht zuletzt seit Ausbruch des neuartigen Corona-Virus Aufgaben zu, womit dieser Berufsgruppe das Attribut „systemrelevant“ gewiss zuerkannt werden kann. Traditionell hat der Marienhof eine gute Beziehung zu Organen oder Behörden der Polizei. Der Sicherheitsbeauftragte für Senioren der VG Speicher ist Polizist, regelmäßig können wir Vorträge besuchen, bei denen es darum geht, wie sich gerade Senioren vor Trickbetrügern schützen. Außerdem stehen wir in regelmäßigem Austausch mit unserem Bezirksbeamten Stefan Herres, der uns in allen Sicherheitsfragen berät.

Auch Musik und deren Aufführung gehört zum Auftrag der Polizei. Hierzu gibt es die Polizeiorchester. Ausgebildete Polizisten mit professioneller Musikausbildung, die seit über 65 Jahren zum Symbol einer bürgernahen Polizei geworden sind. Normalerweise tritt das Orchester mehr als 100-mal im Jahr auf – seit März 2020 aber nicht mehr in großer Besetzung. Ähnlich, wie bei anderen Formationen, haben die Musiker Kleingruppen gebildet, die nun Platzkonzerte in Altenheimen der Region geben.

Am 25. August besuchten uns Jürgen Letter an Klarinette und Sopransaxophon (rechts) und Thomas Humm am Akkordeon.

Eine Stunde lang genossen Bewohner und Mitarbeiter diesen außergewöhnlichen Musikgenuss auf hohem Niveau. Wir wurden mitgenommen auf eine musikalische Reise durch alle Kontinente und Musikgenres, bis schließlich die Reise mit dem Wunsch nach einer „wundervollen Welt“ von Louis Armstrong endete. Vielen Dank dafür.

Die große Orchesterbesetzung wird es vermutlich in diesem Jahr nicht mehr geben, daher bleibt es zunächst bei den Kleingruppenkonzerten. Die beiden Musiker haben angekündigt, dass ein ähnlicher Auftritt im Marienhof dieses Jahr durchaus nochmal möglich ist.

Am 22. September dann konnte diese Ankündigung bereits umgesetzt werden. Fryderyk Jona und Peter Matejcek begeisterten uns mit Klarinettenklängen vom Feinsten. Das Repertoire umfasste Romantik, Musical, Jazz und Blues. Wir alle hätten nicht gedacht, dass aus 2 Klarinetten eine solche Klangfülle „herauskommen“ kann.

Fryderyk Jona (r.) und Peter Matejcek

Wir hatten ferner das Vergnügen, dass sogar ein drittes Mal, am 20. Oktober 2020, die beiden Holzbläser Bernd Schneider (Fagott, re.) und Roland Dreher (Klarinette) zum Konzert aufspielten.

 

Witterungsbedingt mussten wir in den Veranstaltungssaal ausweichen, in dem unseren Hygienevorschriften folgend, leider nur 20 Zuhörer in den Genuss der eindrucksvollen Darbietung kommen konnten. Der Schwerpunkt lag dieses Mal auf klassischer Musik, so rundeten die beiden Musiker letztlich die gesamte Bandbreite an Musikrichtungen ab. Schön, dass sie alle da waren.


Weitere Fotos vom 25.8.2020:












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